13 Inspirationen zur Selbstwerdung

Vorweg: wer sich auf den Weg zu sich selbst machen will, dem muss klar sein, das nichts bleiben wird wie es ist. Veränderung bedeutet das Alte loslassen, damit das Neue Platz hat. Es bedeutet auch (teilweises) Sterben. Dieser Prozess ist nicht etwas, das man nur einmal kurz macht und dann wieder aufhört. Dieser Prozess ist eine tiefe innere Entscheidung zu einem bewussten und lebenswerten Leben. Die Verhaltensweisen, die wir für uns bewusst nicht mehr möchten, lassen wir los – das ist kein einfacher Prozess. Man bekommt dieses neue Leben nicht, sondern man entscheidet sich dazu. Nur denjenigen, die bereit sind, regelmäßig zu praktizieren, wird sich der Weg eröffnen. Der Weg ist das Ziel.

1. Meditiere

Was ist Meditation? Meditation bedeutet in der Mitte Sein oder auch bewusstes Sein. Da die meisten von uns unbewusst leiden, ist Meditation ein exzellenter Weg, das Leiden bewusst zu machen, anstatt es zu verdrängen. Wenn dir in der Meditation Tränen kommen, machst du etwas richtig. Bleib bei deiner Atmung, anstatt sich von deinen Emotionen fort reißen zu lassen. Praktiziere jeden Tag am besten mehrmals, da sonst die Stimme in deinem Kopf deinen Alltag bestimmen wird. Wer irgendwann wieder verinnerlicht, dass die Stimme im Kopf (das Denken) nicht er selbst ist, hat schon viel gewonnen. (Ich schreibe “wieder”, weil kleine Kinder, die noch nicht gänzlich vom Denken vereinnahmt sind, dieses Bewusstsein noch haben) Eine Meditation sollte möglichst bei aufrechter Wirbelsäule passieren und kann ganz unterschiedlich lang sein. Je öfter du über den Tag verteilt meditierst, desto besser. Ziel der Meditation ist es, die Bewusstheit der Meditation irgendwann in den “Normalzustand” zu integrieren.


2. Gib anderen Menschen keine Ratschläge oder Hinweise..

..wenn sie nicht ausdrücklich danach gefragt haben. Höre dir selbst und anderen stets aufmerksam zu. Erkenne, wenn du wieder einmal nur Worte machst, um zu beeindrucken. 90% unserer Kommunikation sind Ego basiert, also nicht nur überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv. Solltest du beobachten, wir andere dies tun, leiste keinen Widerstand, gehe einfach darüber hinweg, zB in dem du freundlich schweigst und innerlich Luft holst. Achte auf deine Sprache, achte auf deine Worte. Versuche nicht mehr zu sprechen als nötig. Wir brauchen Sprache viel seltener als wir glauben. Manchmal müssen wir sprechen, um uns verständlich zu machen. Wenn wir das bewusst tun und Sprache stets bewusst einsetzen, wird das unser Leben transformieren.


3. Stelle die richtigen Fragen

Fragen sind Türöffner. Wenn der nicht Wissende dem Wissenden die richtige Frage stellt, bekommt er womöglich eine Antwort, die ihn weiter bringt. Allerdings reicht es nicht aus eine kluge Frage zu stellen. Nur wer auch wirklich zuhören kann, wird die Antwort vernehmen. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, gar nicht zu sprechen. Das Leben kann auch nonverbal kommunizieren.


4. Folge herzlichen Einladungen

..wenn es sich stimmig anfühlt. Die Begegnungen mit Menschen sind nicht nur der Wegweiser Deines Lebens. Die Menschen auf die Du triffst und die dann womöglich in Deinem Leben bleiben sind ein essentieller Bestandteil Deines Lebens. Gehe mit Menschen immer hochachtungsvoll um, egal in welcher Situation. Sollte Dich das Leben einladen, indem es Dir eine herzliche Einladung ausspricht, versuche unbedingt diese Einladung wahrzunehmen.


5. Tanze, singe, drücke Dich aus..

..wenn es Dir gut geht. Tanz und Gesang sind universale Ausdrucksformen (auch Meditationen) unserer natürlichen Seinsform, der Lebensfreude. Wenn Dir nie nach Tanzen oder singen oder sonst einem kreatiben Ausdruck ist, dann ist es vermutlich so (auch wenn es Dir nicht so vorkommt), dass Du innerlich sehr leidest. Jeder kann dies tun. Es geht nicht darum es richtig zu machen, sondern es aus sich heraus zu machen. Auch der Rollstuhlfahrer kann tanzen, der Tanz kann gänzlich innerlich stattfinden. Man kann auch damit spielen Tanz, Gesang und Meditation miteinander zu verbinden.


6. Sei offen und liebevoll. Schaue mit liebenden Augen

Begrüße Menschen freundlich und sanft. Angstfreie Begegnung wird Dich an unglaubliche Orte führen. Du musst nicht ständig lächeln, auch wenn der Buddha das tat. Es reicht, wenn Du einen klaren Blick hast, der stets bereit ist zu lächeln. Wenn Du Deine Aufmerksamkeit darauf richtest, wirst Du bald den feinen Unterschied lernen zwischen einem neutralen Blick, der fast lächelt und einem neutralen Blick, der fast zornig ist. Solltest Du merken, dass Dein Blick oft zornig ist oder ängstlich, versuche mehr zu meditieren und Deiner inneren Grundstimmung auf den Zahn zu fühlen. Hab dabei keine Angst vor Tränen, denn..

7. Hab keine Angst vor Tränen

Einer der großen Irrtümer, die massenweise neuen Generationen hierzulande eingeimpft wurden, ist der Satz “Jungs weinen nicht!” Was für ein grässlicher Vorgang, wenn dieser Glaubenssatz einem Kind verabreicht wird und so dazu beiträgt, dass dieses Kind den Zugang zu seinem Schmerz verliert. Wir schämen uns, in der Öffentlichkeit zu weinen. Das muss man sich einmal vorstellen! Warum verstecken wir unseren Schmerz? Warum schämen wir uns für unsere Gefühle? Wir tun dies, weil wir Angst haben, das Gegenüber (früher unsere Eltern) könnten negativ darauf reagieren. Wenn wir aber lernen, dass es uns nicht schwächer, sondern eher stärker macht, zu unseren Gefühlen zu stehen, können wir mehr zu uns selbst kommen. Es kann ein sehr heilsames Erlebnis für einen Erwachsenen sein, innerhalb einer Gruppe zu weinen und anstatt von Rejection Wärme, Mitgefühl und Liebe zu empfangen. Wenn ein Mensch seinen Schmerz zeigt, dann ist das eine Einladung an die anderen, sich zu öffnen, anstatt weg zu sehen. Wische Deine Tränen nicht reflexartig weg, wenn jemand das Zimmer betritt, sondern im Gegenteil: stehe zu Deinen Tränen, sie sind wunderschön. Wie schon Joseph Beuys sagte: “Zeige Deine Wunde.”


8. Verschenke ein Augenzwinkern

Tu es aber nur, wenn es aus deinem Herzen in den Moment kommt. Ein Augenzwinkern oder auch ein ermutigendes Zunicken kann einem anderen Menschen Zuversicht und Selbstvertrauen schenken.


9. Folge deiner Intuition, nicht dem Denken

Dein Denken wird viel seltener benötigt, als du denkst. Wenn Du Dich mal wieder dabei erwischst, wie Du vom Negativen ausgehst, überprüfe, ob das wirklich Dein Bauch ist, der Dir das sagt oder doch vielleicht eher Dein Kopf. Schalte den Kopf so oft es geht aus.


10. Vergiss nie: du bist wunderbar

Wenn du wieder einmal etwas gesagt oder getan hast, was Ego basiert war, sei nicht zu streng mit Dir. Sei stiller Zeuge, komm wieder zu dir und verbinde Dich wieder liebevoll mit dem jetzigen Zustand. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Du kannst auch unmittelbar danach meditieren, um negative Emotionen wieder aufzulösen.


11. Mach keine (oder weniger) Fotos.

Dieser Punkt Ist wirklich sehr schwer umzusetzen – vor allem weil er eher in die 1970er Jahre passt, heute müsste er beinahe lauten: Versuche nicht über social media deine positiven Emotionen zu triggern. Wir müssen uns mehr denn je darüber gegenwärtig sein, dass das Festhalten eines Augenblicks immer nur dem Ego dient. Es ist kein Zufall, das so mancher Indianerstamm das Fotografieren an sich verteufelte, da es den Albtraum (also das gedankliche, in Vergangenheit und Zukunft ankernde Sorgendenken) verstärkt, anstatt das Jetzt-Erleben zu fördern. Das ständige “Abhängen” in social media ist übrigens das Gegenteil von Meditation. Es ist ein sehr unbewusster Seinszustand, ähnlich dem Fernsehen.


12. Höre stets auf deinen Körper

Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie z.b. wenn du auf die Toilette musst – dann geh einfach. Wenn du längere Zeit einhältst, wirst du gestresst. Dein Körper weiß viel mehr als du denkst. Leiste ihm gegenüber keinen Widerstand. Dein Körper ist dein Tempel. Er braucht eine gesunde Ernährung, Bewegung und Fürsorge. Achte beim Sitzen auf Deine Haltung und korrigiere sie falls nötig. Streck Dich zwischendurch, gönn Deinem Körper liebevolle Aufmerksamkeit.


13. Mastubiere lieber ohne pornographische Bilder

..weder auf dem Smartphone oder Laptop, noch in deinem Kopf. Masturbiere nur, wenn dein Körper es wirklich braucht. Berühre dich liebevoll und sanft. Sieh das Masturbieren als eine Art Meditation der Selbstliebe, bei der du dir hingebungsvoll Zeit ganz für dich allein gönnst. Solltest Du durch deine Gewohnheiten (Pornos etc) nicht dazu in der Lage sein in Fahrt zu kommen, dann masturbiere erst wieder, wenn deine Lust groß genug gewachsen ist. Das wird früher oder später der Fall sein.

13 inspirations – english version

Beforehand: who wants to make his way to himself, it must be clear that nothing will remain as it is. Change means letting go of the old, so that the new has space. It also means (partial) dying. This process is not something you do just once and then stop. This process is a deep inner decision to a conscious and worth living. We let go of the behaviors that we consciously no longer want for us – this is not an easy process. You do not get this new life, but you decide to do so. Only those who are willing to practice regularly will find their way. The route is the goal.

1.Meditate

What is meditation? Meditation means being in the middle or conscious being. Since most of us unconsciously suffer, meditation is an excellent way to make the suffering conscious rather than suppress it. When you get tears in meditation, you do something right. Stay with your breathing instead of letting your emotions tear you away. Best practice several times a day, otherwise the voice in your head will determine your daily routine. Anyone who at some point internalizes again that the voice in the head (thinking) is not himself, has already gained a lot. (I write “again” because little children, who are not yet completely absorbed in thinking, still have this awareness) A meditation should happen if possible with an upright spine and can be very different in length. The more you meditate over the day, the better. The aim of the meditation is to integrate the consciousness of meditation sometime in the “normal state”.


2. Do not give advice or advice to other people.

.. if you have not asked for it. * Always listen to yourself and others. Recognize when you once again only use words to impress. 90% of our communication is ego based, not only superfluous, but even counterproductive. If you observe, we others do this, do not resist, just go over it, for example by being friendly. Pay attention to your language, pay attention to your words. Do not try to talk more than necessary. We need language much less often than we believe. Sometimes we have to talk to understand each other. If we do that consciously and use language consciously, it will transform our lives.


3. Ask the right questions

Questions are door openers. If the unknowing one asks the knower the right question, he may get an answer that will take him further. However, it is not enough to ask a smart question. Only those who can really listen will hear the answer. Sometimes it makes sense not to speak at all. Life can also communicate non-verbally.


4. Follow warm invitations

.. if it feels right. The encounters with people are not only the guideposts of your life. The people you meet and then possibly stay in your life are an essential part of your life. Be respectful to people, no matter what the situation. If life invites you by making a warm invitation to you, be sure to try this invitation.


5. Dance, sing, express yourself.

..if you are fine. Dance and song are universal expressions (also meditations) of our natural form of being, the joie de vivre. If you never look for dancing or singing or any other creative expression, then it is probably so (even if it does not happen to you) that you are very sorry inside. Everyone can do this. It’s not about getting it right, it’s about making it out of it. Even the wheelchair user can dance, the dance can take place completely inside. It is also possible to combine dance, song and meditation.


6. Be open and loving. Look with loving eyes

Greetings people friendly and gentle. Fearless encounter will lead you to incredible places. You do not have to smile all the time, even if the Buddha did that. It’s enough if you have a clear view that is always ready to smile. If you turn your attention to it, you will soon learn the subtle difference between a neutral look that almost smiles and a neutral look that is almost angry. Should you notice that your look is often angry or anxious, try to meditate more and to feel your inner mood on the tooth. Do not be afraid of tears, because ..

7. Do not be afraid of tears

One of the big mistakes that have been inoculated in masses of new generations in this country is the sentence “boys do not cry!” What a dreadful process when this belief is administered to a child and thus helps that child lose access to his pain. We are ashamed to cry in public. This must be imagined! Why are we hiding our pain? Why are we ashamed of our feelings? We do this because we are afraid that the other person (formerly our parents) could react negatively. But if we learn that it does not make us weaker, but rather stronger, to stand by our feelings, we can come more to ourselves. It can be a very healing experience for an adult to cry within a group and instead of receiving rejection warmth, compassion and love. When a person shows their pain, it is an invitation to others to open up, instead of looking away. Do not wipe your tears reflexively when someone enters the room, but on the contrary: stand by your tears, they are beautiful. Like Joseph Beuys said, “Show your wound.”


8. Give a wink

But do it only if it comes from your heart in the moment. A wink or an encouraging nod can give confidence and confidence to another person.


9. Follow your intuition, not your thinking

Your thinking is needed much less than you think. If you catch yourself again, as you go out of the negative, check if this is really your gut that tells you that or maybe your head. Turn your head off as often as possible.


10. Never forget: you are wonderful

Once you have said or done something that was ego based, do not be too strict with yourself. Be silent witness, come back to yourself and lovingly rejoin the present condition. Rome was not built in a day. You can also meditate immediately afterwards to dissolve negative emotions.


11. Take no pictures (or take less).

This point is really hard to implement – mainly because it fits more in the 1970s, today it should almost be: Do not try to trigger your positive emotions via social media. We need to be more than ever present that holding on a moment only ever serves the ego. It is no coincidence that many a Native American tribe photographically vilified photography, because it amplifies the nightmare (that is, the thought-provoking, anchoring in the past and future), instead of promoting the now-experiencing. By the way, the constant “hanging out” in social media is the opposite of meditation. It’s a very unconscious state of being, like watching TV.

12. Always listen to your body

This starts with little things, such as. if you need to go to the bathroom – just go. If you keep for a long time, you get stressed out. Your body knows much more than you think. Do not resist him. Your body is your temple. He needs a healthy diet, exercise and care. Watch your posture while sitting and correct if necessary. Stretch out in between, give your body loving attention.

13. Mastubate without pornographic images

..either on the smartphone or laptop, nor in your head. Only masturbate if your body really needs it. Touch you lovingly and gently. See masturbation as a kind of meditation of self-love in which you devote your time to yourself alone. If you are not able to get going due to your habits (porn etc) then masturbate again when your desire has grown big enough. That will be the case sooner or later.

*) from my good friend Sebastian came the objection: “But your blog is doing just that, or not?” My answer: My blog is a book that lies dusty in a memory. If you find your way there and reach for it, perhaps read a few lines in it – that’s all your own decision. You will not find any neon signs that will take you to this blog, nor will I tell anyone from my blog if the interest does not emanate from that one him/herself.

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