Zeitdokument BRD 2026

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Im Februar 2022 veröffentlichte der Journalist Harald Martenstein eine Kolumne im Tagesspiegel zur Corona-Debatte, in der er das Tragen gelber Judensterne durch Ungeimpfte auf Demos als geschichtsvergessen und anmaßend, aber nicht antisemitisch einstufte.

Die Chefredaktion löschte den Text nachträglich, distanzierte sich davon und begründete dies mit unangemessenem Ton. Martenstein kündigte daraufhin seine Kolumne beim Tagesspiegel und kritisierte die Entscheidung als Zensur. Der Vorfall löste eine Debatte über Meinungsfreiheit und journalistische Grenzen aus. Seit März 2022 schreibt Martenstein Kolumnen für die Welt am Sonntag.

Im Januar 2026 beendete er nach 24 Jahren seine wöchentliche Kolumne im ZEIT-Magazin, mit einem Abschiedsbrief an die Leser, in dem er den „Zeitgeist“ als zermürbend beschrieb. Ab Februar 2026 übernimmt er bei der BILD die Kolumne „Post von Wagner“ als Nachfolger des verstorbenen Franz Josef Wagner, was als Wechsel zu einem konservativen Medium interpretiert wird.

Aktuell (Stand Februar 2026) erregt eine Rede Martensteins im Hamburger Thalia Theater Aufsehen: Im Kontext eines „Schauprozesses gegen Deutschland“ kritisierte er scharf ein potenzielles AfD-Verbot als „Ende der Demokratie“, bezeichnete Nazi-Vergleiche als Werkzeug historischer Analphabeten und plädierte für offene Debatten und Meinungsfreiheit – eine Position, die in sozialen Medien viral geteilt wird und teils kontroverse Reaktionen hervorruft, insbesondere bei linkem Publikum.


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